Viveca Sten - Die Toten von Sandhamn
 
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"Engel aus Eis" von Camilla Läckberg

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Charakterstark und mehrdimensional
Plot, Geschichte und Charaktere überzeugen

Nach manchmal allzu familiären und kuscheligen Krimis liefert Camilla Läckberg mit „Engel aus Eis“ nach „Der Prediger von Fjällbacka“ wieder einen Krimi, der durch seine Charaktere und seine Mehrdimensionalität den Handlungsverlauf betreffend überzeugt. Dennoch bleibt sich die Autorin, was das zugrunde liegende Thema des Romans angeht, treu: Familiäre und Eltern-Kind-Beziehungen sind der Schlüssel zum Verständnis ihres Werkes.

Auf die Frage einer Reporterin der schwedischen Abendzeitung „Expressen“, ob sie einen Unterschied zwischen den von Männern und Frauen geschriebenen Krimis sähe, antwortete Camilla Läckberg im Juni 2008: „Wenn man es auf die Spitze treibt, kann man sagen, dass Männer eher über den eigenbrötlerischen Helden, den coolen Typen schreiben, der sie selbst sein wollen. Dagegen schreiben wir eher darüber, wie wir tatsächlich sind und über den Alltag.“ (Quelle)

Die Familie im Fokus

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Nach der Lektüre von fünf Krimis aus der Feder Camilla Läckbergs kann man dem unumwunden zustimmen. Auch in „Engel aus Eis“ menschelt es wieder sehr, und Ericas und Patricks Privatleben (und das des Chefs Mellbergs im Übrigen auch) nimmt nicht nur wieder, wie gewohnt, viel Raum ein, sondern ist in gewisser Hinsicht selbst Ausgangspunkt der Handlung, denn nur wenige Tage, nachdem Erica die im vorangegangenen Roman gefundene Nazimedaille dem Experten Erik Frankel übergeben hat, wird dieser ermordet. Obwohl Patrick eigentlich im Elternurlaub ist, ist er von Anfang an in die Ermittlungen involviert – das ist vielleicht etwas konstruiert, aber Patricks Schwierigkeiten, sich aus dem Arbeits- und Erwachsenenleben für ein Jahr zurückzuziehen und „nur“ Vater zu sein, sind durchaus realistisch. Hinzu kommt, dass natürlich auch Ericas Neugier geweckt ist, nicht nur durch den Mord, sondern auch durch die Tagebücher ihrer Mutter, die so abrupt enden … So beginnt jeder für sich und beide gemeinsam in dem Fall zu recherchieren. Das Motiv des Mordes liegt in der Vergangenheit begründet, genauer gesagt in den Kriegsjahren 1943-1945, und es stellt sich heraus, dass Ericas Familiengeschichte, im Speziellen die ihrer Mutter, auf engste Weise mit dem Mord verknüpft ist. Daraus ergibt sich eine extrem enge und starke Verbindung des Persönlichen mit dem „Offizialdelikt“ Mord.

Männliches und weibliches Schreiben

Das ist für den – feministisch genannten, manchmal auch zum „Lifestyle-Thriller“ degradierten – skandinavischen Krimi aus weiblicher Feder durchaus typisch zu nennen, denn dieser zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass er Perspektive und Lebensumstände von Frauen in den Mittelpunkt rückt (man denke insbesondere auch an Elsebeth Egholm oder Sara Blædel) und die Ursache für Mord und Totschlag häufig mehr in den zwischenmenschlichen Beziehungen begründet liegt, als dies bei den männlichen Repräsentanten der Fall ist, die eher, ebenfalls in skandinavischer Tradition, die Gesellschaft als Ganzes und Allgemeines heranziehen (aber natürlich nicht immer und nicht alle). Oder wie Camilla Läckberg es ausgedrückt hat: Frauen schreiben über weibliche Realität, über weibliche Probleme, mit allem was dazugehört. Das fängt beim Tampon, das aus der Handtasche fällt, an und hört bei Harnwegsinfektionen noch lange nicht auf (vgl.: Quelle). Dabei müssen sich die Frauen – die weiblichen Romanheldinnen ebenso wie ihre Schöpferinnen – stets in einer nach wie vor männlich dominierten Welt behaupten. So ändern sich Schreibperspektive und Fokus der Kriminalromane, die eben – noch mehr – das Private in den Mittelpunkt rücken, es zum Ausgangspunkt ihres Schreibens, Analysierens, Forschens und literarischen Mordens machen.

Wie sich bei Läckberg das „männliche Prinzip“ einschleicht

In „Engel aus Eis“ vermischt sich jedoch das sehr private Mordmotiv mit einem ebenso politisch wie auch privat zu nennenden, sodass sich Läckberg hier auf ihre ganz persönliche, individuelle Weise in die herkömmliche, etablierte skandinavische Krimitradition einreiht. Dabei spielen die familiären und insbesondere die Eltern-Kind-Beziehungen – wie bei bis dato allen Läckberg-Krimis – eine zentrale Rolle und stellen das übergeordnete Thema dar. Ob Patrick, Erica und Maja, Anna, Dan und ihre Patchworkfamilie, die neu ins Team gekommene Paula Morales samt schwangerer Lebensgefährtin Johanna, der frisch verliebte Bertil Mellberg oder der Mord an Erik Frankel und das unterkühlte Verhältnis von Elsy zu ihren späteren Kindern Erica und Anna – das Eltern-Kind-Thema ist der Leitfaden durch „Engel aus Eis“, das die Handlung zusammenhält und ihr hier tiefere Dimensionen verleiht.

Solides Handwerk, starke Charaktere und eine tiefer gehende Geschichte

Strukturell bleibt sich Camilla Läckberg dabei treu: Auch dieses Mal wechseln Erzähler- und zeitlich verschiedene Perspektiven einander ab, verbinden so das Geschehen von 1943-1945 mit der Gegenwart und ermöglichen der Autorin die Beweggründe der einzelnen Charaktere offen zu legen. Daraus resultiert, wie stets, eine Dynamik, die es schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen, ehe man das Ende kennt. Daneben überzeugt Camilla Läckberg in „Engel aus Eis“ dieses Mal wieder, wie zuletzt in „Der Prediger von Fjällbacka“, mit einer mehrdimensionalen Geschichte und ebenso starken, weil nicht eindeutig gut oder böse zu nennenden, Charakteren wie Erik und sein Bruder Axel sowie ihre Freunde Britta, Elsy und Hans.

Kleine Randnotiz: In „Engel aus Eis“ schreibt der Bibliothekar Christian, der Erica bei ihren Nachforschungen hilft, an einem Roman namens „Sjöjungfrun“ (Die Meerjungfrau). In Schweden erschien im Sommer 2008 just unter diesem Titel bereits Camilla Läckbergs sechster Roman um Erica und Patrick.

Vielen Dank an Alexandra Hagenguth
© September 2010 Literaturportal schwedenkrimi.de - Krimikultur Skandinavien

"Die Totgesagten" von Camilla Läckberg

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„Hänsel und Gretel verirrten sich im Wald ...“

Patrick Hedström und Erika Falck stecken mitten in ihren Hochzeitsvorbereitungen, als in der Nähe von Tanum ein Autounfall geschieht. Bald stellt sich heraus, dass das Opfer Marit nicht durch den Unfall starb, sondern getötet wurde. Seltsam erscheint, dass sie bei ihrem Tod volltrunken war, obwohl sie sonst nie Alkohol zu sich genommen haben soll. Hanna Kruse, eine neue Kollegin Hedströms, hilft bei den Ermittlungen. Die beiden müssen bald in einem weiteren Fall ermitteln, als nämlich ein Mitglied einer Reality-Soap, die den kleinen Ort Tanum bekannter machen soll, ermordet aufgefunden wird.

Szenen mit den Teilnehmern dieser Soap wechseln sich mit Szenen aus Hedströms Ermittlungen und Episoden aus Erika und Patriks Privatleben ab. Erikas Schwester Anna, die im letzten Roman aus Notwehr ihren Mann getötet hatte, erwacht langsam wieder aus ihrem tranceartigen Zustand und unterstützt Erika bei den Hochzeitsvorbereitungen. Die Handlungsstränge sind von unterschiedlicher Qualität und wirken bisweilen zu klischeehaft, finden sich beispielsweise unter den Teilnehmern der Soap die typischen Vertreter vom Macho bis zur „Barbie“ - Puppe (sie nennt sich tatsächlich so).

Doch nichts ist, wie es scheint, und so ist es gerade diese „Barbie“, das zweite Mordopfer, das den Stein ins Rollen bringt. Patriks Nachforschungen ergeben einen Zusammenhang zu weiteren Morden. Die Ermittler scheinen es mit einem Serienmörder zu tun zu haben, der es auf Menschen abgesehen hat, die unter Alkoholeinfluss Autounfälle mit Todesfolge verursachten.

Auch dem Mörder wird Platz eingeräumt: So gibt es Passagen, in denen er aus seiner zurückgezogenen Kindheit mit seiner Schwester berichtet. Aus diesen Passagen lässt sich meiner Meinung nach etwas zu früh auf den Mörder schließen. Seine Geschichte klingt an manchen Stellen zudem recht unglaubwürdig. Jedoch versteckt Camilla Läckberg hier geschickt das „Hänsel und Gretel“ - Motiv, das eben auch im Zusammenhang mit den Morden immer wieder auftaucht.Alles in allem ist „Die Totgesagten“ ein durchaus unterhaltsamer Krimi, der nicht vorwiegend auf Spannung aus ist, sondern auf zwischenmenschliche und psychische Abgründe hinweist, die immer nur teilweise erklärbar sind. Auch Patrik Hedström muss sich am Ende damit begnügen.

Vielen Dank an Katja Perret
© Mai 2009 Literaturportal schwedenkrimi.de - Krimikultur Skandinavien

"Die Töchter der Kälte" von Camilla Läckberg

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Krimi mit Kuschelfaktor
Camilla Läckberg bietet viel „Human Touch“ und eine spannend vorangetriebene Handlung

In „Die Töchter der Kälte“, Camilla Läckbergs drittem auf Deutsch vorliegenden Fjällbacka-Krimi, dreht sich alles um die Familie. So entsteht die erfolgreiche Mischung von „Human Touch“, „Cosy Elements“ und einer die Handlung vorantreibenden Struktur.

In „Die Töchter der Kälte“, Camilla Läckbergs drittem auf Deutsch vorliegenden Fjällbacka-Krimi, dreht sich alles um die Familie. Erica leidet unter postnatalen Depressionen, ihre Schwester Anna unter ihrem despotischen Mann, Patricks Chef wird unerwartet Vater eines fast erwachsenen Sohnes und der alte Fischer Frans Bengtsson macht einen grausamen Fang: Mit seinem Netz holt er die Leiche der siebenjährigen Sara aus dem Meer. Die Autopsie zeigt, dass Sara ermordet wurde, denn in ihrem Leichnam finden sich Spuren von Süßwasser und Seife. Im Verlauf der Ermittlungen fördern Patrick und sein Kollege Martin erneut abscheuliche Familiengeheimnisse zutage, die die idyllische Fassade von Fjällbacka erschüttern. Auch dem Leser bleibt nichts erspart: von zerrütteten Vater-Sohn-Beziehungen über sexuelle Perversionen, profilneurotische Kollegen, gestresste, überforderte Eltern bis zu einer emotionalen Kälte, die ihren Anfang 1923 im etwas weiter nördlich gelegenen Strömstad nimmt und auch acht Jahrzehnte später noch fortwirkt.

Wechselnde Erzählperspektiven und Cliffhanger

Strukturell löst Camilla Läckberg dies durch abwechselndes Erzählen der Ereignisse der Gegenwart und von 1923 und den Folgejahren sowie wechselnden Perspektiven. Mal stehen Patrick und das Ermittlerteam im Vordergrund, dann Erica, dann andere Figuren, die im Romanverlauf eine Rolle spielen. Kaum ein Kapitel vergeht, das nicht mit einem Cliffhanger endet – unmöglich, das Buch zur Seite zu legen, bis man nicht zu Ende gelesen hat! Derart konstruiert, wird die Geschichte spannend vorangetrieben, bis zum fulminanten Schluss, an dem Erica die Nachricht erhält, dass ihre Schwester Anna ihren Mann Lucas ermordet hat. Da ist der Leser bereits auf Seite 474 angekommen, ohne sich auch nur eine Sekunde gelangweilt zu haben, weil der Romanaufbau ihm kaum eine andere Chance lässt.

Thematisches Leit- und „Leid“-Motiv: Die Familie

Inhaltlich dagegen wirkt „Die Töchter der Kälte“ aufgrund der plakativ vorgetragenen Familienthematik, die sich wenig subtil an allen Ecken und Enden des Krimis bemerkbar macht, zuweilen etwas überfrachtet. Die Passagen, in denen Ericas Schwierigkeiten nach der Geburt von Maja beschrieben werden oder in denen von Bertil Mellbergs spätem und nicht ganz unkompliziertem Vaterglück erzählt wird, nehmen breiten Raum ein.

Das macht den Krimi – trotz des deutlich konträren, grausamen Familienbildes auf Seiten der „Bösen“, von denen es durchaus mehrere in „Die Töchter der Kälte“ gibt – ein bisschen zu „cosy“, zu kuschelig, um sich an den Morden und ihren Motiven zu reiben. Doch ihre zahlreichen Fans wird Camilla Läckberg mit ihrer typischen Mischung aus „Human Touch“, privatem Liebesglück und spannend konstruierter Handlung ganz sicher sehr glücklich machen und ein paar „heiße“ Herbststunden bescheren.

Vielen Dank an Alexandra Hagenguth
© Oktober 2007 Literaturportal schwedenkrimi.de - Krimikultur Skandinavien

"Der Prediger von Fjällbacka" von Camilla Läckberg

Glaube? Liebe? Hoffnung?
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In ihrem zweiten Krimi spürt Camilla Läckberg den seelischen Abgründen einer freikirchlich-religiösen Familie nach und zeigt eindringlich, wie aus Glaube, Liebe und Hoffnung Irrglaube und Verzweiflung erwachsen kann.
Mitten in der Urlaubssaison wird im Badeort Fjällbacka eine deutsche Urlauberin tot aufgefunden. In ihrer Nähe tauchen die Skelette zweier vor Jahrzehnten verschwundener Frauen auf. Alle drei Skelette weisen Spuren von Folter auf, und zum Entsetzen der Tourismusindustrie wird kurz darauf eine weitere Frau entführt. In ihrem zweiten Fall kämpfen Erica Falck und Patrik Hedström mit sommerlicher Hitze und religiösem Fanatismus. Die hochschwangere Schriftstellerin und der Kommissar, mit dem sie inzwischen zusammenlebt, ermitteln unter Hochdruck. In ihr Visier rückt schon bald die zerrüttete Familie des freikirchlichen Predigers Ephraim Hult, dessen Söhne Johannes und Gabriel in der Vergangenheit blutige Schuld auf sich geladen haben.


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Der Kontrast zwischen der hochsommerlichen Idylle Fjällbackas und den seelischen Abgründen sowie familiären Zerrüttungen, denen Patrik und sein Ermittlerteam peu à peu auf die Spur kommen, könnte größer kaum sein und wird von Camilla Läckberg souverän bis aufs Äußerste ausgereizt. Dabei wechselt die Autorin immer wieder die Perspektive, wirft einen Blick zurück in die Vergangenheit, wechselt wieder in die Gegenwart, gewährt uns Einblick in das Gefühlsleben von Patrik und Erica ebenso wie in das der verschiedenen Familienmitglieder der Hults und schließlich des entführten Mädchens. Herausgekommen ist dabei nicht nur ein höchst spannender Polizeiroman, sondern auch ein kluges Buch über Menschen, ihre Sünden und Verfehlungen, ihre Lieben und Hoffnungen, über ihre Irrwege und ihren Irrglauben. Die Charaktere sind stark und eindringlich gelungen, seelische Verletzungen und ihre Folgen glaubhaft skizziert, die Morde schließlich ein Resultat fehlgeleiteten Glaubens und irrwitziger Gottes-, Menschen- und Vaterliebe entsprungen. Kurz: Ein Buch über Menschen, deren Schicksale bewegen, mit einem Ende, das nicht anders als tragisch zu nennen ist und ein Krimi, den man nicht mehr aus der Hand legen mag, bis die letzte Seite erreicht ist.

Vielen Dank an Alexandra Hagenguth
© Mai 2006 Literaturportal schwedenkrimi.de - Krimikultur Skandinavien

"Die Eisprinzessin schläft" von Camilla Läckberg

Gelungenes Krimidebüt von Schwedens Westküste
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Erica Falck ist Ende 30 und Schriftstellerin. Momentan arbeitet sie mehr schlecht als recht an einer Biographie über Selma Lagerlöf. Aus Stockholm in die heimatliche Provinz Fjällbacka zurückgekehrt, muss sich Erica um den Nachlass ihrer erst kürzlich gestorbenen Eltern kümmern, während ihre Schwester auf den schnellen Verkauf des Hauses dringt. Dann wird auch noch Ericas ehemals beste Freundin Alexandra ermordet. Aufgefordert von Alex' Eltern, einen Nachruf zu schreiben, beginnt Ericas Recherche über Alex' Vergangenheit. Fjällbacka gibt sich dabei als idyllisches Städtchen an Schwedens Westküste, das im Sommer touristisch-maritimes Flair versprüht, während es im Winter in den Dornröschenschlaf zu versinken scheint. Doch die Idylle erweist sich als trügerisch. Unter der scheinbar konfliktfreien Oberfläche brodelt es gewaltig. Der Mord an Ericas Schulfreundin Alexandra dient dabei nur als äußerer Anlass, um hinter die Fassade der auf Gedeih und Verderben aufeinander angewiesen bzw. einander ausgelieferten Dorfgemeinschaft zu blicken. Bald kommt Erica und dem Polizisten Patrik, den sie noch aus Schulzeiten kennt und mit dem sie bald mehr verbindet, ein schrecklicher Verdacht: Hat der Mord an Alexandra etwas mit dem mysteriösen Verschwinden des jungen Lehrers Nils Lorentz von vor 25 Jahren zu tun? Was steckt außerdem hinter dem überstürzten Umzug Alexandras damals im Frühjahr 1977? Und weshalb hat sich ihre Freundin in den Monaten zuvor immer mehr von ihr zurückgezogen? Die Ermittlungen bringen die mühevoll aufrecht erhaltene Ordnung Fjällbackas gehörig ins Wanken, alte Geheimbünde werden auf die Probe gestellt. Am Ende: viele Verlierer, ein wenig Hoffnung und genau die richtige Mischung aus gutem Krimiplot und typisch skandinavischem Kommentar zur Gegenwart.

Vielen Dank an Alexandra Hagenguth
© Juni 2005 Literaturportal schwedenkrimi.de - Krimikultur Skandinavien
Diese Rezension erschien zuerst in "Neue Promenade", Nr. 20, Frühjahr/Sommer 2005.
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